Tipps zur Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung

10 gute Tipps für die Vorbereitung auf die Prüfung

  1. Finden Sie Ihr derzeitiges Sprachniveau heraus. Dabei können Sie das Raster zur Selbsteinschätzung verwenden und auch versuchen, den folgenden Einstufungstest durchzuführen (Sprachtest.de). 
  2. Verwenden Sie die Übungsbeispiele, die wir auf unserer Website für jedes Prüfungsmodul und jedes Niveau veröffentlicht haben: C1, B2, B1 und A2
  3. Führen Sie auch Online-Tests anderer Sprachanbieter für die deutsche und die italienische Sprache durch. 
  4. Bereiten Sie sich auf die für Ihr Niveau vorgesehenen Themen für die mündliche Prüfung vor. Hier finden Sie die Auflistung der Themenfelder nach Niveau
  5. Die mündlichen Prüfungen sind öffentlich, Sie können also jederzeit bei den Prüfungen zuhören, um zu verstehen, wie diese ablaufen. Rufen Sie uns einfach an unter 0471 414100 oder schreiben Sie uns an zdp@provinz.bz.it, um zu erfahren, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten mündliche Prüfungen für Ihr Niveau abgehalten werden. 
  6. Die Zweisprachigkeitsprüfung weist Sprachkenntnisse laut dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) nach. Für Ihre Vorbereitung können Sie also jegliches Material für Ihr Niveau heranziehen bzw. unterschiedliche Kurse belegen, die sich immer auf Ihr Niveau beziehen. 
  7. Am Multisprachzentrum in Bozen und an der Sprachenmediathek in Meran finden Sie, zusätzlich zu kostenlos angebotenen Stunden mit einem Tutor, jede Menge didaktisches Material, Übungen, Bücher in vereinfachter Sprache, Romane, DVDs, Hörbücher, Spiele und Wörterbücher für beide Sprachen. 
  8. Die Seiten des Sprachenportals für Südtirol bieten ebenfalls haufenweise Ideen und Möglichkeiten, eine Sprache zu erlernen. 
  9. Finden Sie heraus, welcher Lerntyp Sie sind. Im Internet finden Sie dazu auch ein paar kostenlose Beispieltests
  10. Und noch ein letzter Ratschlag: Melden Sie sich erst dann zur Prüfung an, wenn Sie sich wirklich vorbereitet fühlen, und nicht nur, um zu probieren. So vermeiden Sie es, enttäuscht zu sein, wenn Sie die Prüfung nicht bestehen sollten. 

Zwei ausgezeichnete Gelegenheiten, die das Team der Zweisprachigkeitsprüfungen für Ihre Vorbereitung organisiert, sind der Sprachaustausch und Informationsveranstaltungen über die Zweisprachigkeitsprüfungen, bei denen u.a. Simulationen der schriftlichen und / oder mündlichen Prüfungen angeboten werden. 

Vorbereitung auf das Schreiben in einer anderen Sprache

Viel lesen. Je mehr Sie lesen, desto mehr verbessern sich die passiven Sprachkenntnisse; das Gedächtnis und das analytische Denken werden trainiert und der Wortschatz erweitert. Es ist nützlich, verschiedene Arten von Texten zu lesen: von Zeitungen bis zu Romanen, von Essays bis zu wissenschaftlichen Artikeln, um neue Begriffe und Ausdrücke und neue Arten der Satzkonstruktion kennenzulernen. 

  • Zeitungen und Zeitschriften bieten die Möglichkeit, sich über aktuelle, ansprechende Themen zu informieren; internationale Pressetexte finden Sie z.B. unter https://biblioweb.medialibrary.it: Die große Vielfalt an Themen und Rubriken erleichtert das Erlernen der verschiedenen Sprachregister. 
  • Im Internet finden Sie viele Seiten, die Ihren persönlichen Interessen entsprechen. 
  • Es gibt verschiedene Arten von Büchern, die vereinfachte Lektüren anbieten, sodass das Lesen zu einem echten Vergnügen wird! 
  • Es ist auch nützlich und macht Spaß, sich Filme und Fernsehserien in der Originalsprache anzusehen, wobei Sie auch die Untertitel in Originalsprache mitlesen sollten. 

Erweitern Sie Ihren Wortschatz durch ein persönliches Vokabelheft. 

  • Notieren Sie sich beim Lesen besondere oder außergewöhnliche Begriffe und Ausdrücke, die Sie wiederverwenden möchten. 
  • Sie können etwa zehn neue Wörter pro Tag aufnehmen, sollten aber täglich die an den Tagen zuvor gelernten Wörter wiederholen. 
  • Konsultieren Sie Nachschlagewerke (Wörterbücher und Grammatiken), wenn Sie Zweifel bei Rechtschreibung, Grammatikregeln oder Satzbau haben. Insbesondere einsprachige Wörterbücher helfen, Synonyme zu finden, Wörter im Kontext besser zu verstehen und sich an das Denken in der anderen Sprache heranzutasten. Um die Rechtschreibung zu üben, benutzen Sie auch Hörtexte als Diktate! 
  • Übersetzen Sie nicht aus Ihrer Muttersprache: Um die Satzstruktur in der Fremdsprache leichter zu erlernen, sollten Sie versuchen, die Sätze direkt in der anderen Sprache zu formulieren. 
  • Sammeln Sie fremdsprachige Textbeispiele für verschiedene Situationen, z.B. E-Mails, Bitten um Auskunft, Reklamationen usw. 
  • Bitten Sie Muttersprachler um Unterstützung: Wenn Sie keine Muttersprachler kennen, finden Sie vielleicht Leute in Sprachaustausch-Gemeinschaften, die bereit sind, Texte zu korrigieren und Anregungen zu geben, wie diese noch verbessert werden können. 

Vernachlässigen Sie das Studium der Grammatik nicht; wenn Sie gut kommunizieren wollen, benötigen Sie gute Kenntnisse über die grammatikalischen Aspekte einer Sprache. 

  • Am Anfang ist es besser, kurze und einfache Sätze zu verwenden, bei denen es leichter ist, die grammatikalische und syntaktische Richtigkeit zu überprüfen. 
  • Bereiten Sie bei einem längeren Text zuerst dessen Aufbau und Gliederung vor. 
  • Fassen Sie gelesene, gehörte Texte oder Erlebtes schriftlich zusammen; z.B. ein Buch, einen Film, einen Zeitungsartikel, die Erlebnisse des vergangenen Tages (wie in einem Tagebuch). 
  • Um verschiedene Stile (formell, informell usw.) zu üben, können Sie ein Erlebnis auf unterschiedliche Weise schriftlich mitteilen. 
  • Wenn Sie das Geschriebene nach einer Weile erneut lesen, können Sie Fehler erkennen und den Stil verbessern. 
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit, das Schreiben zu üben: Beim online-Chatten und in sozialen Netzen entwickeln Sie einen schnellen und prägnanten Schreibstil; in einem Blog können Sie über interessante Themen schreiben. 
  • Machen Sie eine Liste der häufigsten Fehler, um deren Wiederholung zu vermeiden. 
  • Wenn Sie beabsichtigen, eine Sprachzertifizierungsprüfung abzulegen, ist es sehr nützlich, Texte von vorhergehenden Prüfungen zu konsultieren. 
  • Man braucht eine gute Dosis Kreativität! Lassen Sie sich von einem Wort inspirieren, das Sie gerade gelernt haben, von einer Episode, die Sie gelesen haben, von einer Erinnerung oder einer Szene, die ein bestimmtes Gefühl hervorgerufen hat, von einer Person, deren Geschichte Sie sich vorzustellen versuchen... 

Vorbereitung auf das Sprechen in einer anderen Sprache

  • Zuhören ist wichtig, um die Aussprache und die Betonung in der neuen Sprache zu lernen (Radio, Fernsehen, Gespräche von Muttersprachlern, Hörbücher, Lieder, Podcasts usw.); 
  • Machen Sie beim Hören und Lesen Sprechübungen, indem Sie Hörbücher, vereinfachte Lektüren mit Audio-CD mitsprechen und nachsprechen bzw. den Text laut vorlesen. Vergleichen Sie Ihre Aussprache mit jener der Erzählstimme und lernen Sie Rhythmus, Melodie und Klang der Sprache zu erkennen. 
  • Hören Sie Ihre Lieblingslieder in der jeweiligen Sprache und singen Sie mit. 
  • Konzentrieren Sie sich nicht nur auf einzelne Wörter, sondern auf Sätze und Redewendungen
  • Tipp: mit „Zungenbrechern“ Sprache üben und diese so schnell wie möglich aussprechen, z.B. Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut. 
  • Gut zu wissen: die Prüfungskommissarinnen und -kommissare bewerten die Sprachkompetenz in ihrer Gesamtheit eher positiv, wenn die Aussprache gut ist. 
  • Formulieren Sie einfache Sätze und Wörter
  • Üben Sie täglich einen 2-Minuten-Monolog (über ein Thema oder den Tagesablauf sprechen, ein Bild beschreiben usw.). 
  • Umschreiben bzw. beschreiben Sie Dinge und Ideen, ohne sie zu benennen, hierfür evtl. auch Spiele wie „Tabu“ in der Fremdsprache spielen. 
  • Denken Sie laut und kommentieren Sie, was gerade passiert, auch wenn Sie alleine sind (z. B. das Vorbereiten des Frühstücks, was gerade auf der Straße geschieht, wie ich mich fühle usw.). 
  • Nehmen Sie an Gesprächen teil (mit Muttersprachlern, in Sprachcafés, beim Tandem, bei alltäglichen Situationen, z. B. in einer Bäckerei usw.). 
  • Sammeln Sie Wörter und Ausdrücke zu Themen, über die Sie oft sprechen, z. B. Familie, Arbeit, Freizeit. Quellen können Wortlisten, Lehrwerke, Wortschatzsammlungen, Reiseführer, Sachbücher, Verkehrszeichen, Schilder oder anderes sein.  
  • Prägen Sie sich Routineformulierungen je nach Situation und Kommunikationsabsicht ein (beim Arzt, im Restaurant, am Telefon); auch solche, die verwendet werden, um Verständigungsprobleme zu thematisieren, eine Information zu erfragen, etwas zu bitten, sich zu bedanken, sich zu entschuldigen, eine Meinung zu äußern usw.). 
  • Üben Sie die Alltagssprache in alltäglichen Situationen, z.B. in einer Bäckerei, mit Comics, Filmen, in einer anderssprachigen Theatergruppe usw. 
  • Sprechen Sie und nehmen Sie sich auf. Dann hören Sie die Aufnahme an und schätzen sich aus verschiedenen Blickwinkeln ein: Wie klingt die Aussprache? Spreche ich flüssig? Drücke ich mich verständlich und angemessen aus? 
  • Problemanalyse: Fragen Sie sich – auch unter Einbeziehung des Gesprächspartners – nach einem Gespräch, welche Ursachen es für sprachliche Probleme gab (Vokabeln, Grammatik usw.) und vermerken Sie mögliche Lösungen im Lerntagebuch. 
  • Wenn Sie über ein Thema sprechen wollen, schreiben Sie sich den Text vor. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Aussagen auf verschiedene Weise auszudrücken und erweitern Sie so die neue Sprache anhand von Nachschlagewerken oder mithilfe eines kompetenten Sprechers. Achten Sie dabei besonders auf den Satzbau! 
  • Anschließend sprechen Sie diesen Text nach, ohne ihn vorzulesen. 
  • Versuchen Sie die Reaktionen der Gesprächspartner einzuschätzen: Werden Sie oft gefragt, zu wiederholen oder zu erklären, was sie sagen wollen? 

Letzte Aktualisierung: 02/10/2025